Spam wird auf lokale Zielgruppen optimiert
spammer | 21 Dezember, 2009 17:25
Die
Spam-Flut nimmt kein Ende und die Spammer lassen sich immer wieder mal was Neues einfallen! Während der Anteil unerwünschter
Werbemails
unverändert
weit mehr als 90 Prozent des gesamten E-Mail-Volumens ausmacht,
beobachten die Security-Experten von Retarus
http://www.retarus.de
eine neue Entwicklung: Spam-Versender adressieren ihren Werbe-Müll zunehmend
zielgruppenspezifisch an kleinere Verteiler, lokal an Sprache und Region
angepasst. Herkömmliche Anti-Spam-Lösungen greifen nur, wenn eine hohe Anzahl
gleichlautender oder sehr ähnlich konzipierter E-Mails versendet wird. Die
wesentlich kleineren Mengen an landesspezifischem Spam können sie nicht
erkennen. Es sind neue, multilingual ausgerichtete Filter-Mechanismen
erforderlich, die Spam-Nachrichten auch dann effektiv ausfiltern, wenn sie in
weniger verbreiteten Sprachen als Englisch verfasst sind.
Im Frühjahr dieses
Jahres lag der Anteil von unerwünschten Werbe-Mails mit englischsprachiger
Betreffzeile noch bei deutlich über der Hälfte aller Nachrichten (55,6%). Seit
einigen Wochen beobachten die Spezialisten in den Retarus-Rechenzentren eine
bemerkenswerte Trendwende: Englischsprachiger Spam ist im Dezember auf 39,7%
zurück gegangen. Parallel hat sich der Anteil an Spam-Mails in anderen Sprachen
nahezu verdoppelt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt der
Anteil an deutschsprachigem Werbe-Müll derzeit 19,5%. Auch in anderen Ländern
ist eine Verdoppelung lokal nach Sprache angepasster Spam-Mails zu beobachten:
Frankreich (18,7%), Italien (17,3%) und Spanien (16,6%).