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Dieser Blog beschäftigt sich mit Spam, Malware, Adware und veröffentlicht zur Anschauung auch Spam-Beispiele

URL Verkürzungsdienste beliebt bei Spammern

spammer | 06 Oktober, 2009 08:17

URL Verkürzungen eignen sich hervorragend zum Tranportieren von Spam, weil die eigentliche Adresse nicht ersichtlich ist. Manche URL-Verkürzungsdienste wie Qurl http://qurl.net haben bereits auf den andauernden Missbrauch durch Spammer reagiert und ihre Website geschlossen. Vor allem Werbung für Medikamente mithilfe von verkürzten Internetadressen hat derzeit Hochkonjunktur. Neben dem altbekannten Viagra-Spam nutzen Cyberkriminelle mittlerweile auch die Angst vor der Schweinegrippe aus, um Menschen auf einschlägige Seiten zu locken.

Einem kürzlich von Symantecs MessageLabs http://www.messagelabs.com herausgegebenen Bericht zufolge machen sich professionelle Spammer zunehmend Dienste zur URL-Verkürzung zunutze, um ihre unerwünschten Botschaften unters Volk zu bringen. Solche Dienste für Spam-Angriffe zu nutzen, ist keine neue Technik. Allerdings ist die Nutzungshäufigkeit dieser Methode im Juli geradezu explodiert. Experten führen das auf eine Evolution bei automatischen Techniken zurück, die den Captcha-Code knacken.
Zwar sind viele URL-Verkürzungsdienste bereits mit Captcha-Codes ausgestattet, die den Missbrauch durch automatische Techniken verhindern sollen. Diese werden jedoch von den Hackern mithilfe spezialisierter Software geknackt. Gegen wirklich große Spammer helfen Codes überhaupt nicht. Die engagieren eigens für das Knacken solcher Captcha-Codes zuständige Service-Center in China oder Indien. Dort sitzen Jugendliche, die das den ganzen Tag manuell eingeben. Wirklich schützen können sich URL-Verkürzungsdienste nicht gegen die Cyberkriminellen. Die müssten jeden Link, der verkürzt wird, überprüfen. Das ist ein Riesenaufwand. Aber da die meisten derartigen Dienste gratis sind, dürfte das schwer zu finanzieren sein.

 
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