Achtung Falle! Nutzlose, teure, schädliche Antivirenprogramme
spammer | 25 März, 2009 11:03
Vielleicht ist ihnen auch schon passiert, dass sie auf eine Website surfen und sie daraufhin eine Meldung erhalten, dass ihr Computer infiziert ist und die Installation eines Anitivirenprogrammes empfohlen wird? Als "Service" wird auch gleich ein Link zum Download eines Antivirenprogrammes angeboten, gegen Bezahlung eines Geldbetrages, versteht sich. Greifen sie in diesem Fall nicht zu, sie wurden irregeleitet.
In seinem Cybercrime Intelligence Report erklärt Finjan, Anbieter von sicheren Web Gateway Lösungen im Enterprise Segment sowie eines unified Secure Web Gateways, wie schädliche
Antivirenprogramme, sogenannte Rougeware, mit Hilfe von Techniken zur Suchmaschinenoptimierung verbreitet wurde. Tippfehler und falsch geschriebene Suchbegriffe (zum Beispiel „Obbama“) sowie trendige Suchbegriffe aus dem Google Trends System, wurden missbraucht, um kompromittierte webseiten als top Suchergebnisse zu präsentieren. Als Folge hatte die Zugriffsrate auf diese Webseiten erheblich zugenommen und massenweise potentielle Käufer zu den Rougeware-Angeboten gelockt.
In nur 16 Tagen wurden 1,8 Mio Anwender zu einer betrügerischen Antivirus-Software geleitet!
Der infizierte Surfer erhält ein
Antiviren-Programm für 50 Dollar angeboten. Erst später stellt der
Nutzer fest, dass das angebliche Antiviren-Programm gar keines ist,
sondern bestenfalls nutzloser Software-Code. Im Schlechteren Fall gespickt mit Viren, Trojanern, Keyloggern, etc.
Analyse Herkunftsländer von Spam-Mails
spammer | 15 März, 2009 11:41
Unerwünschte Werbe-Mails machen nach wie vor den
Löwenanteil aller E-Mails aus. Nach einem kurzen Einbruch des Spam-Aufkommens
sind nun wieder rund 95 Prozent aller E-Mails Werbemüll oder gar gezielte
Angriffe. Eine genauere Analyse zeigt allerdings eine deutliche Verschiebung
bei den Herkunftsländern der Spam-Mails und offenbart gleichzeitig neues
Gefahrenpotenzial.
Die aktuelle Analyse
von zig Millionen Spam-Mails, die täglich in den Retarus Rechenzentren
http://www.retarus.de
gefiltert werden, zeigt eine interessante Verschiebung bei den Herkunftsländern
der unerwünschten Werbesendungen: Stammten im Jahr 2008 die meisten Spam-Mails
(13,8%) noch aus den USA, heißt der Spitzenreiter inzwischen Russland (8,6%),
während die USA mit 8,3% auf Platz Zwei zurück fielen.
Noch deutlicher
allerdings ist der Wechsel der Rangfolge bei anderen Ländern: China und
Brasilien konnten jeweils um fünf Plätze in der "Hitparade" der
Spam-Herkunftsländer aufholen: China hatte vor einem Jahr mit 4,0% noch auf
Platz Acht gelegen, konnte seinen Anteil inzwischen auf 7,9% fast verdoppeln
und liegt damit auf Platz Drei; Brasilien (2008: 3,8%, Platz Neun) belegt mit
einem Anteil von 7,8% jetzt den vierten Platz unter den Spam-Herkunftsländern.
Neu unter den Top-Ten ist unter anderem Indien, das mit einem Anteil 4,2% auf
Platz Acht liegt.
Interessanterweise
zeigt sich hier, dass ausgerechnet die sogenannten "BRIC-Countries" -
die Länder Brasilien, Russland, Indien und China, denen seit Jahren das größte
volkswirtschaftliche Wachstumspotenzial bescheinigt wird - auch bei der
Verbreitung von Spam für den meisten Zuwachs sorgen: Waren diese vier Länder
noch vor einem Jahr für knapp 17% des gesamten Spam-Aufkommens verantwortlich,
stammen mittlerweile 28,6% aller unerwünschten Werbemails aus den BRIC-Ländern.
Die aktuelle Erhebung
der Messaging Spezialisten von Retarus offenbart auch neue Gefahren, wie Oliver
Pannenbäcker, Vice President Managed Services bei Retarus, erläutert:
"Betrachtet man die Rangfolge der Spam-Herkunftsländer genauer, so zeigt
sich, dass die einzelnen Anteile sehr viel dichter beieinander liegen als noch
vor einem Jahr. Dies bestätigt einen Trend, den wir seit einigen Monaten
beobachten: Statt mit wenigen großen Spam-Versendern haben wir es zunehmend mit
vielen kleineren zu tun, die alle versuchen, Lecks in den Spam-Filtern zu
finden und sich diese zu Nutze zu machen. Im täglichen Kampf gegen die
Spam-Flut und vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl von
Spionage-Attacken, die nicht mehr nur die Bankdaten einer Privatperson zum Ziel
haben, sondern gezielt zum Ausspähen vertraulicher Unternehmensdaten eingesetzt
werden, bedeutet dies, dass weiterhin offensiv gehandelt werden muss."
Demo Hacker-Attacke mit Botnetz Angriff
spammer | 13 März, 2009 14:10
Die Technologie-Show "Click" des
britischen Nachrichtensenders BBC hat annähernd 22.000 Computer gekapert und
sie zu Teilen eines Botnetzes gemacht. Das soll nicht nur aufzeigen, wie hoch das
Infektionsrisiko für Nutzer ist. Denn die Hacker-Attacke diente lediglich zur
Vorbereitung weiterer Experimente. Click wollte illustrieren, was für ein
mächtiges Werkzeug ein Botnetz in den Händen von Cyberkriminellen ist - ob für
den Spam-Versand oder DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service). In den
Besitz der Botnetz-Software ist das Click-Team laut BBC durch den Besuch
entsprechender Chatrooms gekommen. "Es ist wirklich sehr einfach, ein
eigenes Botnetz aufzubauen. Noch leichter wäre es sogar, bei Bedarf eines im
Untergrund anzumieten", bestätigt Joe Pichlmayr, Geschäftsführer bei
Ikarus Software
http://www.ikarus.at.
Was Kriminelle mit
einem Botnetz anstellen können, haben die BBC-Mitarbeiter in Experimenten demonstriert.
Zunächst konnten den gekaperten Rechner zwei Test-E-Mail-Adressen binnen
Stunden mit tausenden Spam-Nachrichten überfluten. Für Hacker wichtig sind
Botnetze aber auch für DDoS-Attacken gegen Webserver. Wie schnell so ein
Angriff Erfolg haben kann, hat Click in Zusammenarbeit mit dem
Sicherheitsunternehmen
http://www.prevx.com gezeigt. Nur 60
Computer waren laut BBC ausreichend, um die Internetanbindung einer Prevx
gehörenden Backup-Seite zu überlasten. Cyberkriminelle nutzen das etwa, um
Webseiten allein mit der Androhung von DDoS-Attacken zu erpressen. "Der
Schaden fürs Geschäft wäre sehr erheblich, sodass viele der Seiten die
Schutzzahlung leisten", erklärt Prevx-Mitarbeiter Jacques Erasmus.
Das Click-Experiment
wurde mittlerweile beendet und das BBC-Botnetz stillgelegt. Außerdem hat man
die Besitzer der gekaperten PCs über ihre mangelnde Sicherheit informiert und
darüber aufgeklärt, wie diese verbessert werden kann. Tatsächlich wertvolle persönliche
Daten gestohlen hat das Click-Team nicht, während echte Kriminelle auch daran
großes Interesse haben dürften. Für den professionellen Cyber-Untergrund sind
bestimmte Netzwerke gekaperter Rechner daher besonders wertvoll. "Computer
aus den USA oder Großbritannien kosten etwa 350 bis 400 Dollar pro Tausend,
weil sie viele Finanzinformationen wie Online-Banking-Passwörter oder
Kreditkarteninformationen enthalten", erklärt Erasmus.